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Rathaus-Post 26. KW 2020

Ein „Tiny House" in Durach?

Liebe Duracherinnen und Duracher,

in der letzten Bauausschusssitzung, bei der überraschenderweise sehr viele Zuhörer anwesend waren, wurde gleich zu Beginn ein völlig neuartiges Bauvorhaben vorgestellt und diskutiert. In der Bahnhofstraße soll ein sog. „Tiny-House" aufgestellt und bewohnt werden. Der Begriff "Tiny House" (bedeutet wörtlich „winziges Haus") kommt ursprünglich aus den USA. Die Häuser haben dort 15 – 45 m² Wohnfläche (in Durach ca. 20 m²) und sind mit allen notwendigen Einrichtungen ausgestattet. Die Besonderheit: Zumindest theoretisch sind diese Häuser mobil, denn sie sind auf Fahrgestellen montiert und könnten so von einem Ort zum anderen gezogen werden.
In Durach soll das Haus allerdings fest verankert werden, denn die Nutzerin will dauerhaft hier wohnen. Deshalb wird es auch Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse geben.
Sowohl für die Verwaltung als auch für die Gemeinderäte ist dieses Bauvorhaben komplett neu. Vielfach wurde daher befürchtet, dass sich hier ein neuer Trend bilden könnte und Durach sowie weitere Allgäuer Orte künftig von „Tiny.Houses" geradezu überschwemmt werden. Die Räte wollten unbedingt einen Präzedenzfall vermeiden, der uns künftig in solchen Angelegenheiten stark beschneiden würde.
An dieser Stelle erklärte Angela Kennerknecht, als Architektin und erfahrene Bauamtsmitarbeiterin eine Fachfrau auf diesem Gebiet, den Ausschuss präzise und sachlich auf. Für ein solches Bauvorhaben ist auf jeden Fall eine Baugenehmigung erforderlich. Aufgrund dessen muss das Haus, wie jedes andere Haus, das genehmigt wird, alle gesetzlichen Voraussetzungen und baurechtlichen Vorgaben erfüllen. Es müssen Abstandsflächen eingehalten, Hausanschlüsse beantragt, die Energieeinsparverordnung beachtet oder die geforderte Anzahl der Stellplätze (2) nachgewiesen werden. Weitere Satzungen o. ä. sind daher auf Gemeindeebene nicht notwendig.
Nach der Zustimmung durch den Bauausschuss wird der Bauantrag von der Gemeindeverwaltung bearbeitet und ans Landratsamt zur erneuten Prüfung und endgültigen Genehmigung weitergeleitet.
Sicher sind alle neugierig, wie sich das Haus in die Bahnhofstraße einfügt, wie es aussieht und ob auf diesen 20 m² tatsächlich dauerhaft gewohnt werden kann.
Wir werden es erleben!

Herzlichst
Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister