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Rathaus-Post 39. KW 2020

Gemeinderatssitzung am 14.09.2020 – Teil 2

Liebe Duracherinnen und Duracher,

wie zukunftsweisend die vergangene Gemeinderatssitzung war, verdeutlichen unten stehende Themen:

  1. 1.Vorbeugender Hochwasserschutz - Bau eines Wildholzrechens im Bachtel

Schon vielfach wurde an dieser Stelle über die errechnete Hochwassergefährdung der Gemeinde Durach berichtet. Diese Hochrechnungen, die für den Fall eines 100-jährlichen Hochwassers HQ100 heißen, hatten ja zu Bauverzögerungen und letztlich Umplanungen des „neuen Cafe Singer“ geführt. Um gegen Hochwässer in bestimmter Größenordnung gewappnet zu sein, lies das Wasserwirtschaftsamt Kempten eine sog. Machbarkeitsstudie erstellen. Kurz gesagt ergaben sich daraus verschiedenste Varianten zum Hochwasserschutz außerhalb und innerhalb des Ortes. Die Kosten für einen Vollausbau wären gewaltig, die Optik im Ort würde enorm leiden.

Auch das Schadenspotential eines HQ 100 wäre gewaltig. Den Berechnungen zufolge läge ein möglicher Schaden bei knapp 30 Mio. €. Dieser potentielle Schaden kann durch einen Wildholzrechen um 90 % gemindert werden. Deshalb hat sich der Gemeinderat entschieden, in einem ersten Schritt dem Bau eines zweiten Wildholzrechens zuzustimmen. Dieser soll 2021 errichtet werden, kostet 300.000 €, der gemeindliche Anteil liegt bei 30 % = 90.000 €.

  1. 2.Bayerische Gigabitrichtlinie - Einstieg in das Förderverfahren

Der Anschluss an zukunftsfähige Netzinfrastrukturen ist ein zentraler Standortfaktor und von hoher strategischer Bedeutung. Im ländlichen Raum ist der Aufbau einer flächendeckenden gigabitfähigen Infrastruktur wegen geringerer Wirtschaftlichkeit bei Ausbau und Betrieb ohne Förderung kaum zu leisten. Das bayerische Gigabitförderprogramm unterstützt Kommunen und damit auch die Gemeinde Durach gezielt bei der Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur dort, wo kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet. Mit der neuen Gigabitrichtlinie kann Bayern auch dort die Beschleunigung von Anschlüssen fördern, wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s durch einen Netzbetreiber verfügbar ist.

Gefördert werden Ausgaben der Gemeinde Durach an private oder kommunale Netzbetreiber (Wirtschaftlichkeitslückenmodell) oder Ausgaben der Gemeinde Durach für die Errichtung von eigenen passiven Breitbandinfrastrukturen (Betreibermodell).

Förderfähig sind Anschlüsse an Stellen, an denen kein Netzbetreiber mind. 30 Mbit/s bietet und an Stellen, an denen nur ein Netzbetreiber mind. 30 Mbit/s bietet.

Das Förderziel ist mindestens 1 Gbit/s im Down- und Upload für gewerbliche Anschlüsse, mindestens 200 Mbit/s im Down- und Upload für private Anschlüsse. Der Gemeinderat beschloss, unterstützt von einer externen Beratungsfirma, indas Förderverfahren einzusteigen. Eine wahrhaft vorausschauende Entscheidung!

Herzlichst
Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister