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Rathaus-Post 50. KW 2020

Abwassertechnik

Liebe Duracherinnen und Duracher,

eine kleine Baustelle an der Ecke Vorwaldstraße / Bäuerlinger Weg löst derzeit viele Fragen, ja Ängste aus. Was passiert dort? Will die Gemeinde dieses Grundstück bebauen?
Hier kommt die Entwarnung: Es geht um die angekündigte Verbesserung der Reinigungstechnik für unser Abwasser. Unter dem Vorplatz der Schule befindet sich ein sog. Regenüberlaufbecken (RÜB). Dieser Betonkörper mit einer ähnlichen Dimension wie eine Güllegrube fängt bei Starkregen die Wasserstöße auf, die die Kanalisation Richtung Kläranlage bringt. Weil die Kläranlage mit so viel Wasser und Abwasser aus dem ganzen Verbandsgebiet überfordert wäre, gibt es mit den RÜBs in vielen Gemeinden unterirdische Zwischenspeicher. Diese RÜBs sind als Abwasseranlagen eingestuft und haben deshalb eine zeitlich begrenzte Zulassung. Wenn die Bescheide auslaufen und das passiert in Durach gerade, ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, die Anlage auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
Diese Zwischenspeicher haben nur eine begrenzte Aufnahmemenge. Wenn diese überschritten wird, „entlastet" sich das RÜB, sprich verdünntes Abwasser wird in die Durach abgeschlagen. Das ist unangenehm und von Niemandem gewollt. Um bei diesen Entlastungen so wenig Schmutzteilchen wie möglich mit ausschwemmen zu lassen, werden derzeit die technischen Anlagen, wie z. B. Rechen oder Siebe erneuert.
An der Baustelle wurde außerdem ein großes Loch gegraben und ein Betonschacht in die bestehende Abwasserleitung eingebaut. In diesem Schacht befindet sich eine Ablaufmessung und ein Schieber mit Elektromotor zur Begrenzung des Abwasserabflusses und damit zur Schonung der Durach.
In den nächsten Jahren wird die Gemeinde sehr viel Geld in die Abwasserentsorgung investieren. Nur dann erhalten wir wieder unsere Betriebserlaubnis und nur dann haben wir ein reines Gewissen, was die Belastung der Umwelt angeht.

Herzlichst

Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister