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Rathaus-Post 7. KW 2021

Kommunikation mit Rathaus und Bürgermeister

Liebe Duracherinnen und Duracher,

wie Sie sich unschwer vorstellen können, bekommen wir jeden Tag eine Vielzahl von Briefen, E-Mails oder Anrufen. Die Gemeinde ist zurecht für viele Bürgerinnen und Bürger der erste Anlaufpunkt, um Informationen zu bekommen oder Sorgen loszuwerden. In der Kommunikation überwogen in den letzten Tagen zwei Themenbereiche: Winterdienst und Situation rund um XXLutz sowie Hermes in Weidach.

Winterdienst

Zum diesjährigen Winterdienst erhielten wir sehr viel Lob und Zuspruch. Den meisten Durachern ist klar, dass die Gemeinde Art und Menge des Schneefalls nicht beeinflussen kann. Wir tun unser Bestes, um die Straßen (geordnet nach Wichtigkeit) und öffentliche Gehwege zu räumen und für sichere Verhältnisse zu sorgen. Die Fahrer sind, je nach Witterung, bereits ab 4 Uhr morgens auf ihren Fahrzeugen, mittags wechselt die Schicht und es wird bis ca. 20 Uhr geräumt. Die Fahrer müssen dabei voll konzentriert arbeiten und sie versuchen, für alle Bürger ideale Verhältnisse herzustellen. Ich habe großen Respekt vor dieser wahrlich nicht einfachen Tätigkeit, die durch immer mehr auf den Straßen parkenden Autos und den von Bürgern auf die Straße geworfenen Schnee bestimmt nicht leichter wird.

Deshalb treffen uns E-Mails, die nicht nur meiner Ansicht nach unter die Gürtellinie zielen, schwer. Wenn die Arbeit unseres Winterdienstes als „Frechheit" bezeichnet wird, wenn von „Bürgern 2. Klasse" gesprochen wird, wenn unsere Fahrer als „Hohlgestalten" bezeichnet werden, die ihr „Hirn nicht einschalten", dann hat das nichts mehr mit sachlicher Kritik zu tun, sondern ist eine grobe Beleidigung. Ob diejenigen, die so urteilen, dies auch machen würden, wenn sie diesen Job hätten? Ob sie eines Tages die Größe haben werden, sich für solche Entgleisungen zu entschuldigen?

XXLutz und Hermes

Auch das Thema XXLutz bzw. Hermes lässt uns nicht in Ruhe. Die tägliche Flut von Möbeltransportern aus allen möglichen osteuropäischen Ländern lässt keine Besserung erwarten, die vielen Internetbestellungen sorgen für eine explosionsartige Zunahme von Paketausfahrten. Beide Betriebe liegen zwar in einem Gewerbegebiet, jedoch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohngebieten. Damit ist der tägliche Konflikt vorgegeben. Heute kam die Meldung eines Anliegers, man habe ihm zum fünften Mal den Zaun kaputtgefahren. Wenn die Gemeinde nicht sofort was unternehme, würde er rechtliche Schritte gegen uns einleiten. Gestern erreichte uns die Mitteilung einer Mutter, die berichtete, dass ein Riesen-LKW vor ihr auf dem Gehweg rangierte und sie sich und ihre Kinder in Gefahr sieht.

So bedauerlich diese Fälle sind, die Gemeinde hat weder die Möglichkeit noch die Befugnis, daran etwas zu ändern. Wir haben die Fälle an die Polizei und das Landratsamt weitergeleitet, allerdings nur mit der kleinen Hoffnung der Besserung.

Möglicherweise zerrt die Corona-Pandemie mehr an den Nerven als sich das mancher eingesteht. Deshalb der Rat, eigentlich der Wunsch an alle: Bevor in einem Schnellschuss unkontrolliert Beleidigungen verteilt werden, lieber das Ganze überschlafen und gemeinsame Lösungen suchen.

Herzlichst

Ihr Gerhard Hock
Erster Bürgermeister