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Postwurfsendung „Kein neues Baugebiet“

Liebe Duracherinnen und Duracher,

in der letzten Woche erhielten die meisten Duracherinnen und Durach eine Postwurfsendung mit dem Titel „Mit den Bürgermeistern gibt es KEIN neues Baugebiet für unsere Einheimische Bevölkerung". Teil der Sendung war ein Antwortbogen zum Wohnbedarf im Ortsgebiet Durach.

Wer verschickt aus welchem Grund ein solches Flugblatt? Der Unterzeichner, Peter Bäurle, kommt nicht aus Durach und kann daher schwerlich für die „einheimische" Bevölkerung sprechen. Er verwirklicht mit seiner Firma HWT Immobilien gerne Immobilienprojekte, sprich er baut z. B. Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäuser. Hier geht er vor wie viele andere Immobilienfirmen: Er sucht in unterschiedlichen Gemeinden nach vermeintlichen Bauplätzen, erwirbt diese Grundstücke und spricht dann bei der Gemeinde vor, um Baurecht durchzusetzen. Wohnungen und Häuser werden dann verkauft, davon lebt der Unternehmer.

In vielfachen Gesprächen versuchte ihm die Gemeindeverwaltung klar zu machen, warum auf dem von ihm erworbenen Grundstück keine Bebauung möglich ist.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Gründen, die die Gemeinde Durach davon abhalten, die von Herrn Bäuerle erworbenen Grundstücke bebauen zu lassen: Erstens fließt der Heubach durch beide Grundstücke und alle Anwohner der Höfatsstraße und der Vorwaldstraße wissen, wie dieser Heubach ausufern und überschwemmen kann. Nicht umsonst haben einige Anwohner Barrieren gegen das Oberflächenwasser errichtet. Dies war im Übrigen auch der Grund dafür, dass die Gemeinde Durach von vier Jahren ein Hochwasserschutzkonzept anfertigen ließ.
Des Weiteren glauben wir, dass sich das Ortsbild mit der Bebauung negativ verändern würde. Der Gemeinderat Durach hat sich von zwei Jahren einstimmig für das Förderprogramm „Innen statt Außen" beworben, das uns derzeit erhebliche Vorteile bringt. Dieses Programm zielt u. a. darauf ab, Baugebiete vor den Toren einer Gemeinde, also auf der „grünen Wiese" zu verhindern. Hintergrund ist der rasante Landverbrauch in Bayern. Ein gewaltiges und in der Rathauspost bereits mehrfach beschriebenes Problem ist das überlastete Abwassersystem der Gemeinde Durach. Wir haben in den Haushalten 2020 und 2021 jeweils ca. 1 Mio. € für die Verbesserung der Abwasserentsorgung eingeplant. Derzeit laufen immer noch zu viele ungeklärte Abwässer in die Durach. Nicht zu vergessen sind die ausgelasteten Kinderkrippen / Kinderhäuser sowie die gut gefüllte Grund- und Mittelschule.
Das immer wieder vorgebrachte und auch im Wahlkampf verwendete Argument, in der Gemeinde Durach würden über 300 Bauwillige auf die Zuteilung eines Bauplatzes warten, ist ebenfalls nicht ganz korrekt. Von diesen erwähnten 300 sind lediglich ca. 1/3 der Interessenten aus Durach, alle anderen suchen in Durach und vielen weiteren Oberallgäuer Gemeinden nach Baumöglichkeiten.

Selbstverständlich nehmen wir den Bauwunsch einheimischer Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Auch wir wollen nicht, dass junge Leute aus Durach abwandern. Die Gemeinde wird deshalb in den nächsten Jahren ganz sicher ein eigenes Baulandmodell entwerfen. Ob alle Bauwilligen dann zum Zug kommen werden, vermag ich heute nicht zu sagen.

Zurück zum Flugblatt: Mit der Beantwortung des Antwortbogens bzw. der Angabe Ihrer Adresse geben Sie Ihre Daten einem Unternehmen, von dem Sie nichts wissen. Was mit Ihren Daten geschieht und wie sie verwendet werden, wird die Zukunft zeigen.

Herzlichst
Gerhard Hock
Erster Bürgermeister


Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Montag bis Donnerstag
von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag
von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag
von 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Zusätzliche Sprechzeiten sind nach Vereinbarung möglich.