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Die Geschichte Durachs beleuchten

Bild1Beleuchtung historischer Gebäude

Wegen der seit Februar unterschiedlichen Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele geplante Veranstaltungen zum Jubiläum „850 Jahre Durach" leider nicht durchgeführt werden. Anstelle des für Silvester geplanten Abschlussfeuerwerkes wollen wir, als einen besonderen Jahresabschluss, noch Duracher historische Gebäude beleuchten.

Die Aktion ist geplant vom 27. bis 31. Dezember und wird jeweils von 17 Uhr bis 21 Uhr durchgeführt.

27. Dezember: Gasthaus Schwanen

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1389 als Mayerhof erstmals erwähnt. Ab 1525 erwähnt als Wirtschaft. Der Mayerhof war auch in Durach entscheidend für die Entwicklung eines Ortskernes. Der Duracher Maierhof bewirtschaftete Klostergelände des Klosters Kempten in Durach. Man vermutet, daß beim Duracher Maierhof schon zu Römerzeit eine Pferdeumspannstation gewesen sein soll. Die Tavernengerechtigkeit (Gaststätte), Bäckerei- und Metzgereigerechtigkeit sowie Branntweinbrennerei, ist seit Ende dem 16. Jahrhundert bekannt. Seither stehen alle Inhaber als Wirte und Bauern in den Akten. Vom „Schwanen-Wirt" ist in einem Kataster im frühen 19. Jahrhundert erstmals die Rede. Seit 1933 ist der „Schwanen" im Besitz der Fam. Langenmayr, Inh. der Brauerei „Zur Stadt Hamburg" Kempten. Meistens war der Bewirtschafter des Hofes auch der Ortsvorsteher bzw. Bürgermeister der Gemeinde. (Mehr Informationen in der Chronik ab Seite 29.)

28. Dezember: Haus Endress, Füssenerstr. 23

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Erwähnt ebenfalls als Hufschmiede ab 1819, dann ab 1854 erstmals als Krämerei und Baustoffhandel. Später Kohlenhandlung, Futtermittelhandel, Gemischtwarenhandel und Landesprodukte. Unter Bürgermeister Hieronymus Rigal (1876 – 1893) also auch unter Bürgermeister Georg Rigal (1893 – 1899) war in dem Haus auch die Gemeindekanzlei untergebracht. In der Füssenerstr. 23 gab es ab 1906 die „Erste Königlich Bayerische Poststelle" und ein paar Jahre später die erste Telefonstation in der Gemeinde Durach. Zum Baustoffhandel kam dazu die erste Tankstelle von Durach ab dem Jahre 1932 bis 1969 der Firma Shell. Seit 1902 im Besitze der Familie Endress.

29. Dezember: Duracher Rathaus

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Das Rathaus wurde im Jahre 1820 als Schule der Gemeinde Durach gebaut. Es war das erste Gebäude, welches die Gemeinde Durach nach Erhalt der Selbstverwaltungsrechte selber baute. Nach dem Kreig hatte es dann auch die Funktion einer Gemeindekanzlei. Ab dem Jahre 1970 diente dann das Gebäude in der Bahnhofstr. 1 nur noch als Rathaus Durach. Die Genralsanierung erfolgt unter Beibehaltung der 180 Jahren alten Grundarchitektur im Jahr 2001/2002. Bei der Generalsanierung fand man eine zur Gänze erhaltene Tonflasche der Firma „Selter" (Selter Wasser) aus Berlin aus dem Jahre 1820 gem. Bestätigung der Firma Selter.

30. Dezember: Pfarrhaus Durach

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1561 wurde durch den Fürstabt Georg von Grafenegg das Pfarrhaus erbaut. Da die Seelsorger Selbstversorger waren hatte der Pfarrhof auch eine kleine Landwirtschaft integriert. Durch Umbaumaßnahmen verschwanden die baulichen Elemente zugunsten von Jugendheim und Pfarrheimräume. Bei der großen Sanierung im Jahre 2002 wurde in die Westfassade das ehemaligen Tennentor wieder als Großfenster für den dahinter liegenden Pfarrsaal eingebaut. Der denkmalgeschütze Pfarrhof gehört zusammen mit der über 600 Jahre alten „Linde", dem Vorplatz mit dem Dorfbrunnen und Bauernkriegdenkmal und seiner Mittelpunktlage im Dorf zu einem der schönsten Ensembles im Landkreis.

31. Dezember Silvester: Pfarrkirche „Heilig Geist" Durach

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Ohne Zweifel der bekannteste und weithinsichtbare Mittelpunkt Durachs ist der mächtige Kirchturm mit seinem Christophorus Fresko. Eine erste spätromanische Kirche an der Stelle gab es im 12. Jahrhundert. Anläßlich der Umbauarbeiten im Chorbereich wurde eine Silbermünze aus der Zeit Friedrichs des II gefunden. (1220-1250). Es handelt sich um einen Rechteckbau, dem eine hufeisenförmige Rundapsis vorgelagert war. In der weiteren Folge wurde um die Jahre 1565 -1569 nach dem Stil der ausgehenden Spätgotik die Pfarrkirche errichtet. Dies belegte ein in 1882 entfernter Giebelstein mit der Jahreszahl 1569. Dabei wurde auch der Kirchturm gebaut. In den Jahren 1748 – 1754 erhielt die Kiche mit weiteren Anbauten ihre heutige Größe. Die Umgestaltung von der Spätgotik zum barocken Stil, wie sich die Kirche heute darstellt, erfolgte in den Jahren ab 1880. Beim Eintritt in die Kirche erkennt man unschwer die beiden Baustile Gotik und Barock. Die Ausgestaltung der Kirche ist äußerst gelungen mit bildhauerischen und malerischen Werken die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Ein Besuch zur Besinnung und Betrachtung lohnt sich allemal.

Wichtiger Hinweiß zur Aktion:

Die genannten Gebäude befinden sich alle im Zentrum. Es lohnt sich also in diesen Tagen ein abendlicher Spaziergang. Die Vorgaben der Corona-Vorschriften sind zu beachten. Also Abstand, Mundschutz, kein Alkohol und Ausgangssperre um 21 Uhr. Dann gehen die Lichter eh aus.

Die Durchführung der Aktion wird von der Gemeinde organisiert zusammen mit der Firma Körper Licht- & Tontechnik. Wir danken den Gebäudeinhabern für die Bereitschaft mitzumachen und dem Heimatverein Durach für die Bereitstellung der Texte und Bilder. (Herbert Seger und Wolfgang Nagelrauf).
Wir wünschen Ihnen, verbunden mit dieser Aktion, ein gutes, erfolgreiches neues Jahr mit möglichst vielen Lichtmomenten, die das Leben erfreuen!